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Autor Druckansicht   Thema: Blade Runner 2049
Seite: 1
Karras

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erstellt am 20.12.2016 um 14:24 Uhr       Zitatantwort        #1932866

Ich wollte nie wirklich ein Sequel zu Blade Runner. Allerdings haben sie für das Projekt meinen momentanen Lieblingsregisseur angeheuert: Denis Villeneuve (Arrival, Enemy, Prisoners, Sicario).

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Karras

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Monti

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Lord of the Board

erstellt am 20.12.2016 um 15:06 Uhr eMail schreiben      Zitatantwort        #1932868

Hmmm... der Trailer suggeriert Vangelis... aber Vangelis ist gar nicht an Bord.

Ryan Gosling kann ich mir aber gut vorstellen.

Ich bin insgesamt echt unentschlossen ob ich mich über den Film freuen soll oder böse schimpfen
Administrator
Abraxas

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erstellt am 20.12.2016 um 15:11 Uhr eMail schreiben      Zitatantwort        #1932869

Auch wenn das Lineup erstmal gut klingt... aber irgendwie kann ich nicht glauben, dass es ähnlich gut wird. Bin scheinbar Pessimist.

Aber bis 2049 ist ja noch etwas Zeit.
SirMarc

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erstellt am 21.12.2016 um 13:29 Uhr eMail schreiben    ICQ 560817354  Zitatantwort        #1932879

am besten keine Trailers oder Meiungen über den Film schauen, ansehen und einfach ins Kino sitzen am 2017 und schauen was einem erwartete, nicht an den alten Blade Runner Denken.
Und Film Genießen wie wenn man noch nie von Blade Runner gehört hätte. ^^



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C-Real

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erstellt am 21.12.2016 um 16:44 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1932884

Na danke für den Hinweis...

Ich fand den Trailer recht gelungen und denke auch, dass das hier schon etwas werden kann. "Sicario" war allerdings enttäuschend, was jedoch eher am Drehbuch lag.

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juh

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erstellt am 22.12.2016 um 18:17 Uhr       Zitatantwort        #1932887

Bin neugierig, ob die Ideen aus der Vorlage von Philip K Dick noch besser genutzt werden, als in Ridley Scotts Meisterwerk. Da wir echter AI näher sind, dürften die Fragen nach dem Wesen und Unwesen des Menschens noch aktueller sein.

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erstellt am 22.12.2016 um 18:40 Uhr       Zitatantwort        #1932889

juh schrieb am 22.12.2016 um 18:17 Uhr:
Da wir echter AI näher sind, dürften die Fragen nach dem Wesen und Unwesen des Menschens noch aktueller sein.

Wobei diese Frage auch schon im meisterhaften "Westworld"(die HBO Serie) aus diesem Jahr angegangen wurden.

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SirMarc

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erstellt am 23.12.2016 um 11:17 Uhr eMail schreiben    ICQ 560817354  Zitatantwort        #1932901

"Ach wie kann man Kinobesuch Hassen" ???
Wenn ich zeit hätte würde ich jede Woche ins Kino gehen.


Bin gerade wider am Spiel Blade Runner. ^^

Ich Freu mich auf den Film und werde sicher im Kino sitzen wenn der Film im Voraus gezeigt wird.


Wobei Westworld(Serie) die Menschen die Roboter schon fast zu Menschlich Spielen finde ich.
Gerade am Anfang das zerren der Frau in der Schuppen.

Wie sollten da die Parkangestellten die Gäste unterscheiden. ^^

Mag aber auch Westworld und Futurworld(oki im 2teil würde mich das Nerven wenn alle 10 Minuten wie im Film lautstark Futurworld Werbung kommt in allen Welten)Mna darf kein Fotoapparat mitnehmen in die Altertums Welten, aber die Werbe Aufrufe über Mikrofon alle 10 Minuten geht den).
Wobei ich immer zweifle ob das geht mit dem nicht verletzen des Menschen, gerade Schwert und so, oder Flasche dem Gast ins Gesicht Fliegen könnte, beim Saloon Kampf. ;-)


Aber das wird noch 200 - 300 Jahren gehen bis wir sowas haben wie in Blade Runner, Westworld.

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EVE-Mentor

erstellt am 23.12.2016 um 12:15 Uhr       Zitatantwort        #1932903

SirMarc schrieb am 23.12.2016 um 11:17 Uhr:
Wobei Westworld(Serie) die Menschen die Roboter schon fast zu Menschlich Spielen finde ich.
Gerade am Anfang das zerren der Frau in der Schuppen.

Und genau so soll das auch sein.


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Wedge

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erstellt am 24.12.2016 um 01:22 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1932912

SirMarc schrieb am 23.12.2016 um 11:17 Uhr:

"Ach wie kann man Kinobesuch Hassen" ???


Das ist ganz einfach. Man geht alle Jubeljahre mal ins Kino und hat jedesmal einen Scheißabend. Das fängt schon damit an, dass man nicht einfach gucken kann, wann man will oder Zeit hat, sondern nur dann, wenn jemand anderes nen Zeitpunkt festgelegt hat. Pausieren, vorspulen oder ne gute Stelle nochmal schauen fällt auch raus und im Bademantel auf der Couch legen geht sowieso nicht.

Das Erlebnis ist also von vornerein schon maximal fehlerhaft konzipiert und dann kommen noch die ganzen Arschlöcher ins Spiel, mit denen man im Kino sitzen muss. Die unerträgliche Fresskultur, die die Leute schmatzend, schlürfend und mit Verpackungen knisternd um mich herum sitzen lässt, ist schon zum kotzen, aber das ist ja noch nicht alles. Nein, denn die Spinner können auch schlichtweg nicht ihre scheiß Fressen halten. Ständig labert, sabbelt, schwadroniert, keift, kreischt und krakelt irgendwo irgendein Einstein rum und erklärt irgendwem anderen irgendwas über den Film, das Franchise, die Buchvorlage, das Universum oder die vorherigen Filme. Und selbst das ist noch nicht alles, weil es natürlich noch die Scheißkerle gibt, einfach nur quatschen oder irgendwelche verfickten Ticks haben, die sie in Anwesenheit anderer Menschen nicht abstellen können.

Ich hab SW Ep7 zweimal gesehen. Einmal auf deutsch, wo drei Reihen vor mir zwei Gestalten saßen. Er irgendwo aus dem Ostblock, sie zwar nicht, dafür aber mit entsprechenden Sprachkenntnissen. Son Film im Kino bietet sich scheinbar total gut, an Simultandolmetscherin zu spielen, muss sie sich gedacht haben, weil sie dem Typen den ganzen Film über die Dialoge übersetzt hat. Ich bin schier ausgerastet.

Beim zweiten Mal saß ich nachts um eins oder so im o-Ton 3D-Kino. Zwei Reihen hinter mir ein Pärchen. Er hat jedes einzelne Mal, wenn BB8 zu sehen war, angefangen mit sonem Glucksen zu lachen, dass ich schon nach zwei Szenen Gewaltfantasien nachgegangen bin. Schlimmer als Leute die über unlustiges Witze laut lachen sind ja nur die Leute, die einfach ständig lachen, egal was passiert. Die Nacht hätte mich fast in den Knast gebracht...

Vor Ep7 war ich das letzte mal beim dritten Hobbit im Kino. Da war zwar der Film schon scheiße genug eigentlich, aber da saßen außen an der Reihe zusätzlich noch so Gestalten, die sich ununterbrochen gegenseitig erzählt haben, was da gerade in Relation zum Lore passiert. Bei The Dark Knight gab's jemandem im Kino, der bei jeder Szene von Heath Ledger laut applaudiert hat. Ich glaube, der einzige Film bei dem es niemanden mit Verfehlungen im Kinosaal gab, war Star Trek Generations.

Kino ist die schlimmste nur mögliche Art, Filme zu schauen!

Da siehste wie einfach das ist...

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EVE-Mentor

erstellt am 24.12.2016 um 08:12 Uhr       Zitatantwort        #1932917

Wedge schrieb am 24.12.2016 um 01:22 Uhr:

und im Bademantel auf der Couch legen geht sowieso nicht.

Also ich fänds ja gut wenn du im Bademantel ins Kino gehst und so nen päärchensitz als couchersatz benuzt.


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juh

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erstellt am 24.12.2016 um 12:16 Uhr       Zitatantwort        #1932918

Ich glaube nicht, dass es je Androiden wie in Blade Runner oder Westworld geben wird. Es ist einfach ineffizient, jeden Körper mit einem Computer auszustatten. Es wird eher so sein, dass verteilte, teilweise intelligente Systeme eine Vielzahl von Maschinen steuern. Und das wird schon in den nächsten 30 Jahren graduell passieren. Zeit, sich schonmal darüber Gedanken zu machen, was uns Menschen eigentlich dazu berechtigt, sich als überlegen zu betrachten. Bei Dick ist das eine schwierige Frage, letztlich bleibt uns vielleicht nur Spiritualität.

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SirMarc

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erstellt am 24.12.2016 um 19:43 Uhr eMail schreiben    ICQ 560817354  Zitatantwort        #1932926

Wedge kann sich ja als Jaba the Hut im Kino an melden, den darf er sicher mit Bademantel rein.
Duck und renn. ;-)

Das verteilte hat hald immer Nachteile mit Ausfall/hacken und den alles Ausfällt.


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juh

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erstellt am 25.12.2016 um 08:37 Uhr       Zitatantwort        #1932928

Hadoop war für mich ein Aha Erlebnis. Die Idee, mit primitiven aber leicht skalierbaren Algorithmen zu arbeiten, und variabel an Inputs und Memory anzudocken. Das ermöglichte vermutlich auch die Durchbrüche bei deep learning. Ein derartiges System könnte autonom mit fixem Mem arbeiten, und vernetzt dazulernen, mit einer Quasi-Intelligenz, die angeblich mit Wurzel n skaliert, wobei n die Anzahl vernetzter Einheiten ist. Sensoren und Faktenspeicher braucht man notfalls nur einmal, was zwar die Skaleneffekte verbessert, aber die Anfälligkeit für Systemangriffe erhöht. Hm. Ok, vermutlich braucht man einen Mix aus verteilten und autonomen Systemen. So ähnlich wie die Bork, nur mit Dronen und IoT ^^

Je länger ich darüber nachdenke, desto konventioneller erscheint mir ein Android.

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C-Real

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erstellt am 02.10.2017 um 00:16 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1937351

Das Ding hat bisher übrigens super Kritiken bekommen, manche sehen den Film sogar vor dem Original, was schon ein starkes Stück ist. Ich freu mich drauf...!

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Wedge

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erstellt am 02.10.2017 um 23:06 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1937361

Hm, wenn man sich anschaut, wie Ridley Scott gerade sein Lebenswerk ver-George-Lucast, dann war es wohl ganz gut, dass sie ihn hier nicht so viel haben mitarbeiten lassen und dafür nen guten Film bekommen haben...

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C-Real

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erstellt am 02.10.2017 um 23:12 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1937362

Ridley Scott war meiner Meinung nach schon immer ein Filmemacher, der sehr gute bis sehr durchschnittliche Sachen raushaut, auch in den letzten Jahren noch.

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Wedge

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erstellt am 04.10.2017 um 19:20 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1937421

Er scheint jemand zu sein, der ein gutes Drehbuch braucht, weil er hervorragend mit Bildern und Tönden und Stimmungen arbeiten kann, aber nicht viel mit Charakteren oder Stories tun kann.

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erstellt am 04.10.2017 um 20:08 Uhr       Zitatantwort        #1937426

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erstellt am 05.10.2017 um 00:49 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1937433

cue to Harrison Fords unfassbar schlechtem voice over intro zur einer der diversen editionen, was er damals mit absicht so schlecht eingesprochen hat, damit Scott es niemals benutzt. er hats dann trotzdem getan.

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Karras

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erstellt am 05.10.2017 um 08:51 Uhr       Zitatantwort        #1937437

Wedge schrieb am 05.10.2017 um 00:49 Uhr:

cue to Harrison Fords unfassbar schlechtem voice over intro zur einer der diversen editionen, was er damals mit absicht so schlecht eingesprochen hat, damit Scott es niemals benutzt. er hats dann trotzdem getan.


Andere Dinge die Harrison Ford heute bereut: [Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren]


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Karras

Wildman

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erstellt am 08.10.2017 um 22:08 Uhr       Zitatantwort        #1937478

Hab mir jetzt den neuen "Blade Runner 2049" angesehen und fand den sehenswert. Wie der alte Film hinterlässt er bei mir ein zwiespältiges Gefühl, ob ich ihn nur sonderbar, beeindruckend oder träge finden soll. Der neue Film ist über weite Strecken ähnlich gemächlich wie der alte, bietet auch interessante Bilder der Stadt und von "stylisher" Innenarchitektur, die aber kaum zum wohnen geeignet scheint. Die Handlung und die Hauptfigur fand ich gut, die Antagonisten allesamt ziemlich stereotyp. Aber die, in meinen Augen, tempelartige Innenarchitektur passte damit wohl zum Bösewicht.

Was mich irritierte:
Spoiler:
Wie passten die echte Erinnerung an das "Kinderheim" und die Fabrik mit dem Holzpferd damit zusammen, dass das Kind mit acht Jahren in seine keimfreie Umgebung gesperrt wurde? Eine Lüge?
Und: Wenn Deckard der Vater ist, ist er dann Mensch oder fruchtbarer Replikant?


Die in den Film eingebaute Werbung für echte Firmen war nicht gerade subtil.

Ich glaube, statt Regen gab es nur Schnee. Regen prasselte nur auf das Kinodach und war im Saal zu hören. Oder die Lautsprecher hatten ne Macke. Dafür war es draußen aber zu nass.

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Karras

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erstellt am 08.10.2017 um 22:33 Uhr       Zitatantwort        #1937479

Fand ihn tatsächlich sehr gut. Vorallem optisch und ästhetisch, überlege gerade ob er da bei mir ähnlich hoch rangiert wie Fury Road. Besonders mysteriös oder philosophisch kommt er allerdings nicht daher, was im ersten teilweise nur impliziert wurde, wurde hier teilweise direkt in die Dialoge gepackt: "Menschlicher als Menschen." "Das Menschlichste was man tun kann." usw. Was das angeht ist Blade Runner 2049 um einiges direkter, wohl auch um einfach zugänglicher für ein neues Publikum zu sein. Der Hauptstoryaufhänger bleibt dagegen wieder etwas wenig erklärt wie ich finde, dazu schreibe ich erstmal nichts, wegen spoiler. Das kann man ja später noch hier besprechen.

Anleihen an den ersten bringt er übrigens stilvoll und gut rüber, meiner Meinung nach. Auch das Ridley Scott "Deckard is a Replicant!" schafft Villeneuve weiter schwammig zu halten, statt sich Scotts Willen da zu beugen. Sehr gut. Also alles in allem eher ein paar Plotlochkleinigkeiten, die aber nicht so stark ins Gewicht fallen für mich.


Spoiler:
Wildman: Ich denke das mit Deckard wurde sehr bewusst offen gelassen, weil Ridley Scott ja darauf bestanden hat, dass er Replikant ist und das viele Leute erzürnt hat, auch Harrison Ford selbst, dem die Änderung nicht gefallen hat und die Blade Runner auch viel schwächer in seinen Implikationen macht, meiner Meinung nach. Villeneuve hat mit 2049 das glaube ich bewusst offen gelassen, er sprach auch von einem Mysterium dem entsprechend was Deckard anging.

Was mich verwirrt hat war das Stilmittel des "Blackout", was nicht nur sehr conventient und plot devicy wirkte, sondern auch irgendwie unnötig war für die Story. Was ich oben andeutete das Hauptmotiv ansprechend: Es wird nie genau erklärt warum Wallace den normalen Produktionsbedarf nun nicht abdecken kann, warum ihm Replikanten helfen konnten die Planeten zu erreichen, aber noch nicht die Sterne und warum ihre schiere Zahl das ändern könnte. Replikantenaufstand scheint er auch irgendwie nicht zu fürchten, wenn er dieses Geburtssystem so anstrebt. Das lässt natürlich auch gleichzeitig den Plot für nächsten Teil erahnen: Kampf um die Werte, die einen wollen Freiheit und Unabhängigkeit und er will die nächste Generation Sklavenarbeiter. Wäre dann mehr ein klassischer Actionplot als was nachdenkliches.


--
Karras

Paul

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erstellt am 08.10.2017 um 23:12 Uhr       Zitatantwort        #1937480

Heute Abend lief Blade Runner auf Arte, vielleicht gibt es ihn ja in der Mediathek, falls ihn noch mal jemand ansehen will.

Edit: Natürlich nicht die guten Sachen gibt's nie in der Mediathek ...
Karras

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erstellt am 08.10.2017 um 23:26 Uhr       Zitatantwort        #1937481

Gibt dafür oft keine Rechte, bzw. kein Geld sie einzukaufen.

--
Karras

Remote

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erstellt am 11.10.2017 um 15:47 Uhr       Zitatantwort        #1937501

Wildman schrieb am 08.10.2017 um 22:08 Uhr:

Was mich irritierte:
Spoiler:
Wie passten die echte Erinnerung an das "Kinderheim" und die Fabrik mit dem Holzpferd damit zusammen, dass das Kind mit acht Jahren in seine keimfreie Umgebung gesperrt wurde? Eine Lüge?
Und: Wenn Deckard der Vater ist, ist er dann Mensch oder fruchtbarer Replikant?

.


Ich denke:
Spoiler:
das mit dem Kinderheim war eine der letzten Erlebnisse des Kindes bevor sie in die keimfreie Umgebung "umgezogen" ist.
C-Real

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erstellt am 11.10.2017 um 21:20 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1937503

Schließe mich an. Der Film hat eine überragende Ästhethik, super Inhalt, einen tollen Score. Weiteres sollte man gar nicht sagen, da das nur spoilern könnte. Schon eine zu ausgiebige Plotsynopsis könnte das tun. Daher:

Spoiler:
Es ist schon genial dieses mal mit K. einen Replikanten zu haben, der - letztlich - einen Menschen jagt, nachdem es im Original genau anders herum war.
Und genau von dieser Positionierung aus hängt so viel ab.

Der Film ist ein Sequel im besten Sinne: Er erweitert die Welt, durch neue Schauplätze, neue Ästhethiken (grandiose Kamerabilder!), neuen Figuren. Er baut aber auch auf Bekanntem auf (im Gegensatz zu manchen Meinungen sollte man den Vorgänger durchaus kennen - ich habe den Film inklusive den Kurzfilmen mal geschaut und das war sehr praktisch). Er lässt einen alte Figuren wiedersehen. Und er bietet durchaus auch das "Höher, schneller, weiter!"-Prinzip, z.B. durch mehr Action - ohne sich allerdings darauf zu verlassen.

Ein paar kleine Schwächen sehe ich auch. Das sind die von Karras erwähnten kleinen Logiklöcher, teilweise auch der Soundtrack, der gut ist, aber dem Vorgänger dann doch zu sehr ähnelt. Zudem fand ich schade:

Spoiler:
Harrison Fords Deckard. Zum einen finde ich,
dass seine Figur besser hätte genutzt werden können.
Denn gegen Ende zeigt sich sehr stark, wie wichtig Deckard immer noch für die Welt ist. Dafür sieht man ihn leider zu wenig. Zudem finde ich Harrison Fords Leistung hier nicht so gut wie damals. Klar, sein Deckard hat sich verändert. Doch Ford spielt ihn leider ein wenig zu sehr wie Han Solo, meiner Meinung nach. Funktioniert alles und ist nicht schlecht, hätte aber besser sein können.
Im Endeffekt habe ich mich - überraschenderweise!
- doch viel mehr für K. interessiert, der von Ryan Gosling kongenial gespielt wird.


Fazit: Absolut würdiges Sequel und dem ersten Teil ebenbürtig, in manchen Belangen sogar besser. Schwanke zwischen 4,5 und vollen 5 von 5.

@Karras:

Spoiler:
1. Bei Wallace stimme ich dir zu. Ich würde das aber für einen Godkomplex halten - nicht mehr und auch nicht weniger. Dadurch sieht er Manches nicht. Er ist,
anders als Tyrell nicht nur einfach fasziniert,
sondern auf eine seltsame Weise in seine Geschöpfe verliebt.

2. Zum Blackout empfehle ich den ersten der drei Kurzfilme. Ich finde diesen durchaus wichtig, auch wenn das jetzt im Hauptfilm nicht so zur Geltung kam.
Der Blackout ist der Versuch der Replikanten gewesen Erinnerungen zu zerstören, wenn sie selbst keine haben können. Das ergänzt sich wunderbar in die Welt des Films,
in der andere Replikanten eben, wie im Originalfilm,
nach genau diesen suchen.

Zur ganzen Diskussion, ob Deckard auch ein Replikant ist:

Spoiler:
Wohltuende Offenheit! Für mich ist Deckard KEIN Replikant. Wer sich mal mehr mit allem beschäftigt,
sieht, dass das auch keinen Sinn macht. Ridley Scott wollte damals einfach diesen Twist forcieren, der aber einfach zu sehr auf Effekt, jedoch wenig Substanz aus war. Daher bin ich froh, dass Villeneuve das nicht aufgegriffen hat.
Deckards Reise ging gut weiter:
Er war ein Mann, eher einer Maschine gleich, der das Menschliche durch die Replikanten (Roy Batty) sah,
und dadurch bei einer neuen Entwicklung mitwirken konnte. Das hat seinen Preis gekostet, aber ihn glücklicher gemacht - ihm gute Erinnerungen beschert.



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