Willkommen Anonymous, es sind 35 User online. [ Anzeigen ]


[RPG]Board Diskussion Diskussionsforum


[ Login ] [ Registrieren ] [ Abo ] [ Suche ] [ Profil ] [ Hilfe ]


Operatoren: Abraxas
Moderatoren: zauriel, juh
[ ANTWORTEN ]

Autor Druckansicht   Thema: Trauer!
Seite: |< <<< << 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
Moderator
juh

Profil anschauen ]

erstellt am 17.03.2018 um 14:10 Uhr       Zitatantwort        #1939255

Naja, ich beziehe auch zu allem Stellung, nur hört keiner auf mich... also doch eher Neid auf seine Popularität?
Wedge

Profil anschauen ]

Gilde/Clan:
Freacus Scandinavus, Väterchen Post, Wedgetarian, He's unvermeidbar!

erstellt am 18.03.2018 um 12:00 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1939269

Gerade außerirdisches Leben ist in den letzten 10-15 Jahren ja doch normalisiert worden, gerade im Bereich der Astrophysik/Kosmologie.

War also eher sone Carl Sagan Situation bei ihm, nehm ich dann mal an.

--
If we're going nowhere as a country, why can't we get there faster?
-
[Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren]

Karras

Profil anschauen ]

erstellt am 18.03.2018 um 13:13 Uhr       Zitatantwort        #1939270

Muss Wedge da zustimmen, die meisten Leute gehen inzwischen in Interviews mit der Antwort "Das Universum ist so riesig, irgendeine Form von intelligentem außerirdischen Leben muss es rein statistisch schon geben." und werden nicht mehr dafür ausgelacht oder verschriehen.

--
Karras

C-Real

Profil anschauen ]

Gilde/Clan:
MdA - Der Boss / RPGuides.de (RIP)

erstellt am 18.03.2018 um 13:54 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1939271

juh schrieb am 17.03.2018 um 14:10 Uhr:

Naja, ich beziehe auch zu allem Stellung, nur hört keiner auf mich... also doch eher Neid auf seine Popularität?

Ich glaub, ganz so einfach ist das nicht. Also im Falle Hawkings vielleicht schon. Aber den Vorwurf, Wissenschaft zu sehr zu popularisieren, würde ich nicht gleich ganz abbügeln. Ich kenne das mehr aus meinem Gebiet, den Sozialwissenschaften. Dort hat die Popularisierung von verschiedenem Wissen dieser nicht unbedingt gut getan.

Das beste Beispiel dafür sind die Auseinandersetzungen um Minderheitenrechte, "safe spaces" und dieses Zeugs. Um die Notwendigkeit derlei zu begründen, wird oft mit dem Konzept der "sozialen Konstruktion" um sich geworfen. Das wurde durch die Verwendung von - mal flaspig gesprochen- "Tumblr"- und Netzfeministinnen völlig entwertet und inflationisiert.
In den USA gab es dazu ja auch nach der Trump-Wahl verschiedene Artikel und Analysen, ob (vermeintliche) Vordenker der Postmoderne wie Derrida, Lyotard oder Foucault nicht irgendwie Schuld daran hätten. Kurze Antwort: Haben sie natürlich nicht, aber ihr Denken wurde ziemlich grob übernommen und gleich zu politischen Kampfbegriffen umformuliert.

--
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

Wedge

Profil anschauen ]

Gilde/Clan:
Freacus Scandinavus, Väterchen Post, Wedgetarian, He's unvermeidbar!

erstellt am 18.03.2018 um 14:28 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1939273

der post-moderne, neo-marxistische, dekonstruktionale wahnsinn kommt aber in den USA nicht aus dem netz, sondern direkt aus den universitäten, besonders aus den womens/womyns studies, den gender studies und den ethnic sciences, sprich den humanities, und ist der kern dieser wirren, wild um sich schlagenden anti-wissenschaftlichen bewegung, die gerade überall einzug hält bzw schon in den regierungen sitzt.

was total seltsam ist. vor 10 jahren kämpfte man gegen die kreationisten, die die erde für 6000 jahre alt und die bibel für wortwörtlich wahr erklärt haben und heute redet von denen kein mensch mehr, weil wir zu hören bekommen, dass männer und frauen biologisch identisch sind, es keine x & y chromosomen gibt, sondern nur ein kontinuum, das kinder ab 6 jahren in die transgender hormonbehandlung gehören und das transmenschen genetisch das geschlecht ihrer wahl sind. neben tausend anderen irrsinnigen hirngespinsten.

--
If we're going nowhere as a country, why can't we get there faster?
-
[Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren]

Moderator
juh

Profil anschauen ]

erstellt am 18.03.2018 um 17:29 Uhr       Zitatantwort        #1939275

C-Real: Das deckt sich leider mit meinem Eindruck von den meisten SoWis. Ansonsten hätte ich das vielleicht auch gern studiert, aber das substanzlose Gelaber einiger Kommilitonen hatte mich ernüchtert. Vielleicht hielten die sich ja alle schon für Foucaults Nachfolger.

Inzwischen habe ich ausschliesslich Ingenieure und Naturwissenschaftler als Kollegen. Aus deren Sicht bin ich die Labertasche

Aus dieser Erfahrung heraus kann ich sagen, dass Hawkings sicher eine Ausnahme gewesen war, auch unabhängig von ALS. Die introvertierteren Wissenschaftler brauchen Leute, die ihre Arbeit der Gesellschaft vermitteln können. Gerade, wenn dabei mit breitem Strich genmalt wird.
Wildman

Profil anschauen ]

Gilde/Clan:
Haus Thaveruil, Ainkhurn, Velti'Enorethal

erstellt am 18.03.2018 um 21:17 Uhr       Zitatantwort        #1939278

Hatte neulich ein Gespräch mit einer Abteilungsleitung, die gar nichts davon hält, meine Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, weil das erfahrungsgemäß nur gegen uns benutzt oder so ausgelegt würde, dass man in der Konsequenz mehr Mühe damit hätte, das wieder einzufangen. Wahrscheinlich hat sie nicht mal Unrecht, wohl vergleichbare Erfahrungen wie C-Real und Wedge gemacht.

--
[Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren] aus dem Elfenhaus [Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren]


Pyrokar

Profil anschauen ]

erstellt am 18.03.2018 um 22:34 Uhr       Zitatantwort        #1939279

Kann man sich Wissenschaft nicht gleich sparen, wenn man nur das veröffentlicht was einem persönlich zusagt?
Wedge

Profil anschauen ]

Gilde/Clan:
Freacus Scandinavus, Väterchen Post, Wedgetarian, He's unvermeidbar!

erstellt am 18.03.2018 um 22:38 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1939280

das nennt sich autoethnography und ist das bevorzugte wissenschaftliche format der erwähnten gebiete in den usa (plus kanada).

autoethnography ist praktisch n tagebuch, aus dem heraus du theorien über die gesellschaft aufstellst und das dann als wisenschaftliche arbeit verkaufst.

--
If we're going nowhere as a country, why can't we get there faster?
-
[Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren]

Moderator
juh

Profil anschauen ]

erstellt am 19.03.2018 um 07:13 Uhr       Zitatantwort        #1939281

Gibt es auch umgekehrt. Umweltschützer berufen sich beispielsweise gerne auf alle Publikationen zum Klimawandel, behaupten aber, alle Publikationen zu Pestiziden wären manipuliert. Der Mensch an sich neigt wohl zu Schwarz-Weiß-Denken, und da will ich mich nicht ausnehmen. Man muss sich diese Bias erstmal bewusst werden.

Hm, vielleicht sollte man mal über Manipulation von Publikationen eine Publikation schreiben. Wäre bestimmt lustig. Allerdings müsste man unter Pseudonym schreiben, das wäre mir sonst zu heikel. Man könnte das ja post mortem einem Promi zuschreiben, quasi als Huldigung.
C-Real

Profil anschauen ]

Gilde/Clan:
MdA - Der Boss / RPGuides.de (RIP)

erstellt am 19.03.2018 um 18:41 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1939282

@Wedge:
Diese Haltung kam an die Hochschulen zurück, wenn wir ganz genau sein wollen. Das war in den USA eine komplexe Melange aus denjenigen, die Thesen aufwerfen, diese zur Diskussion stellen, und die dann von Aktivisten aufgenommen wurden, ehe die nächste Generation unter diesem Aspekt an die Hochschulen kommt.

Ansonsten: Du hast ja nicht so ganz unrecht mit der Kritik daran. Aber du käust auch relative Schreckgespenster (Hormontherapien?! Und Autoethnografie ist nicht das, was du da in einer Zeile hinstellst. Statistiker stellen ja auch nicht nur Statistiken hin.) wieder. Nicht immer nur Jordan Peterson schauen.

@Wildman, Pyrokar und juh:
Dass Leute jetzt nicht das veröffentlichen, wovon sie meinen, es wäre nachteilig für sie oder nicht zur Agenda passend, erleben wir doch immer wieder. Sonderlich überraschend finde ich das nicht. Aber es gibt auch Positivbeispiele. Ich hab einen Prof in meinem Umfeld, der eng mit Gewerkschaften verbandelt ist, und dennoch teils sehr gewerkschaftskritische Forschungen zu diesen heraushaut.

--
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

Pyrokar

Profil anschauen ]

erstellt am 19.03.2018 um 19:38 Uhr       Zitatantwort        #1939283

Überraschend finde ich es auch nicht. Ich finde es nur faszinierend, welche Mühe sich Leute tatsächlich geben nur um sich selbst zu belügen.
Denn ich denke das ist es was sie tun. Wenn es nur um Propaganda ginge, könnte man das auch einfacher haben.
Seite: |< <<< << 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
Druckansicht   Thema: Trauer!  
[ ANTWORTEN ]

[RPG]Board Diskussion Diskussionsforum

  


[RPG]Board 1.94.01 wird betrieben von Sebastian "Pandur" Olle.
Programmiert von Andreas "Monti" Bytzek.
Nutzungsbedingungen / Impressum / Haftungsausschluss / Datenschutz
Scriptlaufzeit: 0.07 sec